Wenn die Natur mit einem spricht

In einem Interview mit Verena Arnold von ronorp


Silke Amsler, geboren in Zürich 1968, war schon seit ihrer Kindheit von der Natur mit all ihren Facetten fasziniert. Freude bereiteten ihr auch Bewegung, Farben, Geschichten und die Musik. Nach der Schule liess sie sich zur Offsetandruckerin ausbilden. Viele Jahre arbeitete sie in einem Grossunternehmen – durfte gar eine Abteilung führen, in der vielfältige Aufgaben ihr Berufsleben bestimmten.

Als Mutter und Hausfrau fehlte ihr der Bezug zum Menschen. Also beschloss Silke Amsler, ein eigenes Unternehmen zu starten, das mehr mit Menschen zu tun hat. Sie eröffnete im Jahr 2000 eine Schwimmschule, die sie, wie sie erzählt, im Jahr 2002 zur Körpertherapie und in den Coachingbereich brachte. Um ein fundiertes Wissen zu erlangen, absolvierte sie eine Coach- und Trainerausbildung. Zudem schloss sie verschiedene Ausbildungen – von der Autogenen Trainerin bis hin zur Mindflow-Expertin & Trainerin – ab.

Es kam zu einem Wendepunkt im Leben von Silke Amsler, wodurch sie sich vermehrt wieder im Wald aufhielt. Dort kam ihr eine zündende Idee: Sie wollte sich fortan im Bereich Waldcoaching betätigen, das sie intuitiv ihren Kunden offerierte. Ihre Ausbildungen befähigen sie dazu. Ihr Angebot kommt sehr gut bei Ihren Kunden an erzählt die Sie.

Unsere Interviewpartnerin und Naturcoach Silke Amsler

Silke, kannst du dich kurz vorstellen? Wie bist zum Naturcoaching gekommen? Was für eine Ausbildung hast du dafür gemacht? Warum ist die Natur so wichtig für dich?

Die Natur und die Bewegung begleiten mich seit der Kindheit. Wenn mich Themen beschäftigen, finde ich stets draussen in der Natur die Lösung. Also begann ich mich auch beruflich auf die Natur auszurichten. Das schaffte ich, indem ich aus meinen Ausbildungen die Essenz für mich herausnahm und etwas neues kreierte. (ich meine bisherigen Ausbildungen zusammen würfelte und etwas Neues daraus kreierte.)

Das Gute ist: Wenn wir genau hinhören, erkennen wir, dass uns die Natur viele Hinweise auf unserem eigenen Weg erteilt. Sie ist sozusagen Co-Coach. In der Natur haben wir auch viel Bewegung, wodurch alles zu fliessen anfängt – wir sind hier fernab von jeglicher Hektik des Alltages. Weitere Vorteile sind, dass wir an der frischen Luft das Immunsystem, das Herz und den Kreislauf so wie die Lunge stärken. Wissenschaftliche Studien haben ausserdem gezeigt, dass der Protonenaustausch sich sehr positiv auf uns auswirkt.

Was für Kurse bietest du an und an wen richten sie sich? Wie sind die Kurse bei dir aufgebaut und was kosten sie? Was können Teilnehmer bei dir lernen? Was für Zeichen findet man eigentlich in der Natur, wenn man achtsam unterwegs ist? Welcher Teil deiner Arbeit bereitet dir besonders viel Freude? Was für eine Rolle spielt die Kreativität bei Achtsamkeit?

In den Kursen geht es primär darum, dass Persönlichkeitsentfaltung – das anschauen von Situationen und Themen auch Spass machen kann. In der Natur werden unsere Sinne spielerisch geweckt, wenn wir achtsam unterwegs sind. Die Teilnehmer nehmen sich und die Natur anders wahr – entdecken sich sozusagen neu in und mit der Natur.

Ein Zeichen in der Natur kann ganz einfach ein Baum sein. Dabei kommen Fragen auf. Zum Beispiel: Wie steht er da? Wie sieht er aus? In welchem Bezug steht man zu ihm? Kurz: Wir gehen achtsam mit den Gedanken und mit dem, was uns im Wald begegnet, um. Zeichen gibt es demnach viele: ein Vogel, ein Hund, ein Baumstrunk – alles, was uns in der Natur begegnet.

Freude bereitet mir vor allem, wenn ich das Leuchten in den Augen der Menschen sehe. Die Entspannung die sich in der Körpersprache zeigt. Die vielen Aha-Erlebnisse und die vielen Erkenntnisse, die sie haben. Es ist wundervoll, wenn es mir gelingt, sie für etwas Neues zu begeistern. Die Kreativität ist für mich dabei sehr wichtig. Mit ihr kann man inneres nach aussen bringen – ohne viele Worte. Auch mit Farben, wenn gemalt wird, mit der Stimme, wenn man einen Ton von sich gibt, seinen Körper achtsam bewegt und  wahrnimmt, kann viel erreicht – respektiv losgelassen werden. Mit diesen kreativen Tools arbeite ich am liebsten – auch in der Kombination.

Man kann sehr viel über sich erfahren, wenn man bereit ist, sich mit Achtsamkeit zu begegnen.

Die Preise sind unterschiedlich, ab 30 Franken – je nach Kurs.

Welche Methoden benutzt du am liebsten für die Achtsamkeitskurse und weshalb?

Ich arbeite am liebsten mit dem kreativen Selbstausdruck, sprich mit Farben, der Stimme und der Bewegung. Abgesehen von den Farben und dem Papier hat man also immer alles dabei, was es für den Kurs braucht. Wichtig ist, dass wir einen roten Faden haben und Freiraum für individuelles da ist. Es geht darum, kreativ zu sein und das zu nutzen, was die Natur einem gibt.

Wie wirkt Achtsamkeit auf unseren Körper und Seele? Kannst du uns eine Übung zeigen wie man sich achtsam begegnen kann? Was sind die Vorteile?

Wenn man sich mit Achtsamkeit begegnet, dann stärkt man seine Wahrnehmung und wird präsenter. Der innere Stress lässt nach. Gelassenheit, Ruhe und Harmonie kehren ein. Körper Geist und Seele kommen wieder im Einklang.

Erste Übung, dauert ein bis zwei Minuten: Die beiden vorderen Glieder der kleinen Finger aufeinander legen. Linker Finger ist unten. Rechter Finger ist oben. Sei achtsam und schau, was passiert mit deinem Körper.

Zweite Übung, dauert ein bis zwei Minuten. Diese Übung empfiehlt sich, wenn man sich nicht konzentrieren kann oder die Gedanken überall sind: Nimm deine Hände und lege sie rechts und links vom Kinn aus, dem Kieferknochen entlang hin. So hält man sozusagen achtsam und liebevoll den Kopf in seinen Händen.

Die Preise sind unterschiedlich, ab 30 Franken – je nach Kurs

Nicht zu viel von sich abverlangen

Wie Silke Amsler erzählt, ist es ihr wichtig, dass die Menschen einfache Tools, sprich Werkzeuge an die Hand bekommen, die ihnen dabei helfen, sich in den verschiedensten Situationen zurechtzufinden. Ihr ist es ein Anliegen, dass sich die Menschen vom Stress lösen können, damit sie gelassener und im gestärkten Selbstvertrauen durchs Leben gehen. Silke Amsler ist davon überzeugt, dass die meisten Menschen oft zu viel von sich abverlangen, zu spät bemerken, dass sie sich im Hamsterrad befinden. Durch diese Überforderung entstehen Depressionen in verschiedenen Stufen und Burnouts.


Herzlichst und auf bald

Silke


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Silke Amsler

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